School2Start-up - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

School2Start-up – Schüler entdecken Wirtschaft

Wenn Schüler eine eigene Firma gründen…

Wie Unternehmen funktionieren, lernen Kinder und Jugendliche am besten, wenn sie ein eigenes führen. „School2Start-up – Schüler entdecken Wirtschaft“ ermöglicht genau das: Schüler gründen ihre eigene Firma. Sie verwandeln ihr Klassenzimmer in ein Büro oder eine Produktionsstätte und lernen, wie ein Unternehmen aufgebaut, betreut und erfolgreich geführt wird. Das Partnerunternehmen unterstützt die Lehrkräfte und Schüler als Experte und Ratgeber.

Bei School2Start-up gründen Schüler ihr eigenes Unternehmen und werden dabei von einem persönlichen Paten aus einem Unternehmen begleitet. Die fünf Projekt-Module begleiten die Jugendlichen auf ihrem Weg vom Finden einer Geschäftsidee, über das Erstellen eines Geschäftsplans und dessen Umsetzung bis zur Bilanzierung und Reflektion. Denn: Die Erfahrungen aus der Firma sind auch für die berufliche Orientierung der Schüler wichtig.

Die Ziele von School2Start-up:

Jugendliche…

  • verstehen ökonomische und unternehmerische Zusammenhänge
  • lernen ihre eigenen Stärken kennen, testen sie aus und reflektieren sie
  • arbeiten im Team am gemeinsamen Erfolg

So wird das Projekt umgesetzt

Die Wissensfabrik setzt auf das Konzept der Bildungspartnerschaft. Mitglieder des Netzwerks schließen bei School2Start-up eine Partnerschaft mit einer Grundschule. Bei einer Fortbildung werden die Lehrkräfte in das Projekt eingeführt. Das Unternehmen stellt die haptischen Materialien für die Umsetzung zur Verfügung. Den Bildungseinrichtungen entstehen keine Kosten.

Good-Practice-Beispiele

Hier erfahren Sie mehr über die erfolgreiche Umsetzung unserer School2Start-up-Projekte. Schicken Sie uns auch Ihre Erfolgsgeschichten und fördern Sie so den Good-Practice-Austausch!

American Summer Party @ Ingelheim: Die Klasse 6c der Kaiserpfalz Realschule, bestehend aus 23 Schülern, gründete im Rahmen ihrer Schülerfirma und mit Hilfe des Unternehmens Boehringer Ingelheim eine eigene Event-Agentur, mit der sie eine American Summer Party veranstalteten. Das Projekt dauerte insgesamt ein halbes Schuljahr (Februar bis Juni) mit jeweils 3 Unterrichtseinheiten pro Woche.

Bedruckte Turnbeutel @ Reutlingen: 24 Schüler der 8b der BZN Realschule Reutlingen setzten ihre Gründungsidee, Turnbeutel bedruckt mit eigenem Logo zu verkaufen, in einem halben Schuljahr (Dezember bis April) mit jeweils 2 Unterrichtseinheiten pro Woche + Verkaufszeiten um. Unterstützt wurde das Projekt von dem Unternehmen Storopack.

Backwerk Zacke @ Stuttgart: 13 Schüler einer 12. Klasse gründeten mit Hilfe der BW-Bank und in Zusammenarbeit mit dem Schulbäcker die „Zacke“ als zusätzliches Backwerk beim Pausenverkauf. Das Projekt dauerte ein Schuljahr und wurde in 3 Unterrichtseinheiten pro Woche umgesetzt.

Das sagen Lehrkräfte, Schüler und Unternehmenspaten

FAQ

Den vollständigen Fragenkatalog finden Sie unter den Downloads.

Allgemeine Fragen

Schülerfirmen sind Unternehmen, die von Schülerinnen und Schülern gegründet und geleitet werden. Dabei werden die meisen Tätigkeiten von den Schülerinnen und Schülern selbst übernommen. Sie reichen von der Ideenfindung und der Erstellung eines Geschäftsplans über die Produktion, Vermarktung und den Vertrieb bis hin zur Bilanzierung.

Interessierte Schulen können sich bei der Wissensfabrik melden, anschließend sucht die Wissensfabrik ein geeignetes Partnerunternehmen. Interessierte Mitgliedsunternehmen können mithilfe entwickeltet Kommunikationsmaterialien und mit Beratung durch die Wissensfabrik auf Schulen zugehen.

Das Projekt knüpft an die Bildungspläne der Länder an. Meist wird das Projekt im Unterricht realisiert, eine Umsetzung in einer Arbeitsgemeinschaft oder als Ganztagesangebot ist jedoch auch möglich. Diese ist bspw. durchaus sinnvoll, wenn das Projekt erfolgreich gelaufen ist und motivierte Schülerinnen und Schüler das Projekt gerne fortsetzen möchten. So kann die Schülerfirma als fester Bestandteil einer Schule verankert werden.

Fragen von Schulen

Die Lehrkraft vermittelt die inhaltlichen Grundlagen zur Gründung der Schülerfirma, unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Finden und Umsetzen ihrer Geschäftsidee und reflektiert mit der Klasse das Projekt. Weiterhin ist sie für den Austausch mit dem Unternehmenspaten zuständig. Der Aufwand der Lehrkraft hängt vor allem von der je individuellen Projektplanung ab – also von der Klassenstufe, der Umsetzungsdauer und auch der Geschäftsidee. Für die Projektaufnahme nimmt die Lehrkraft an einer ein- bis zweitägigen Fortbildung der Wissensfabrik teil, führt projektvorbereitende Gespräche in der Schule (bspw. im Kollegium, mit Schulleitung und Schulträger oder ggf. den Eltern) und tauscht sich regelmäßig Austausch mit dem Unternehmenspaten zur Projektplanung und -durchführung aus (bspw. zur Vorbereitung eines Unternehmensbesuchs oder eines Expertenbeitrags im Unterricht).

Von der Wissensfabrik bzw. dem Partnerunternehmen wird ein Projektordner mit strukturierten Unterrichts- und Begleitmaterialen für Lehrkräfte zur Verfügung gestellt. Der Projektordner wurde gemeinsam mit wissenschaftlichen Experten der Ökonomischen Bildung entwickelt.

Die Geschäftsstelle der Wissensfabrik koordiniert das Gesamtprojekt und unterstützt die Schulen beim Finden von kooperierenden Unternehmen.

Rechtliche Fragen

Die Aufsichtspflicht für die Schülerinnen und Schüler liegt bei allen schulischen Aktivitäten grundsätzlich bei der Schule bzw. bei der entsprechenden Lehrkraft. So auch im Schulprojekt School2Start-up. Die Aufsichtspflicht bezieht sich auf alle Orte, an denen das Schulprojekt stattfindet sowie den dazugehörigen Wegen. Geeignete Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren können die Aufsichtspflicht übernehmen, allerdings müssen die Eltern der Aufsichtsführung (möglichst schriftlich) zustimmen. Während der Teilnahme am projekt sind die Schülerinnen und Schüler so versichert wie während der normalen Unterrichtszeiten.

Jugendliche werden mit dem 18. Lebensjahr voll geschäftsfähig. Nach Vollendung des siebten Lebensjahres sind sie teilweise geschäftsfähig. Die meisten Geschäfte der Schülerfirmen bedürfen keines Vertrages. Die Schülerinnen und Schüler können ohne Probleme beispielsweise Lebensmittel im Supermarkt einkaufen. Sofern Verträge (bspw. eine bestimme Menge auf einen bestimmten Zeitraum etc.) mit Zulieferern oder Produzenten abgeschlossen werden sollen, gibt es die Möglichkeit einer partiellen Geschäftsfähigkeit, d.h. dass gesetzliche Vertreter können die uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit auf die Schülerinnen und Schüler übertragen. Zu tätigende Geschäfte werden daher in den meisten Fällen durch die zuständige Lehrkraft unterschrieben. Dies sollte vor dem Start des Projektes mit der Schulleitung geklärt werden.

Nein, die Schülerfirma muss bei keiner Behörde angemeldet werden, da es sich nicht um eine reale Firma handelt. Dennoch empfiehlt es sich, mit dem Finanzamt Kontakt aufzunehmen, da beim Überschreiten der Umsatz- und Gewinngrenzen (Umsatz: 35.000 Euro & Gewinn: 5.000 Euro) Steuern gezahlt werden müssen. Auch in das Handelsregister muss die Schülerfirman nicht eingetragen werden und Mitglied der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer zu werden ist ebenfalls nicht nötig. Sofern die Schülerinnen und Schüler sich dazu entschieden haben, sich gegenseitig Lohn auszuzahlen, fallen verständlicherweise auch Sozialabgaben an. Daher empfiehlt es sich, die Schülerinnen und Schüler als Minijobber bei der dafür zuständigen Behörde anzumelden. Dort werden dann auch die Sozialversicherungen abgegeben. Aus diesen Gründen ist eine vollständige Buchhaltung notwendig.

Kooperationspartner

Universität Duisburg/Essen, Lehrstuhl für Wirtschaftsdidaktik
Eberhard Karls Universität Tübingen

Kontakt

Bildungsprojekte
Dr. Markus Riefling
+49 621 60-40123
markus.riefling@wissensfabrik.de