Technik erleben, Zukunft entdecken: Role Model Carolin Jansen zu Gast am Windthorst-Gymnasium

18.09.2026

Wie lassen sich junge Menschen für technische Berufe begeistern? Indem sie Vorbilder kennenlernen und selbst erleben, wie kreativ Technik sein kann. Rund 64 Schüler*innen des Windthorst-Gymnasiums in Meppen hatten dazu bei zwei Besuchen von Women4MINT-Role-Model Carolin Jansen Gelegenheit. Gemeinsam mit der Ingenieurin entwickelten sie mit LEGO und agilen Methoden einen „Freizeitpark der Zukunft“.

Technik selbst erleben

Carolin Jansen ist Head of Engineering und Project Engineer bei der Wernemann Kunststofftechnik GmbH. Dort entwickelt sie maßgeschneiderte Sondermaschinen, verantwortet den Werkzeugbau und leitet ein kleines Team. Ihr eigener Weg führte über eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin und ein Studium der Physikalischen Technik mit Schwerpunkt Biomedizintechnik in den Ingenieurberuf. Parallel zu ihrer Arbeit absolviert sie ein Masterstudium im Maschinenbau.

Bei ihren Besuchen am 11. und 16. Juni 2026 stand jedoch nicht nur ihr Berufsweg im Mittelpunkt. Mit der Methode „Lego4Scrum“ entwickelten die Schüler*innen in kleinen Teams einen „Freizeitpark der Zukunft“. In drei sogenannten Sprints sammelten sie Anforderungen, verteilten Aufgaben, bauten, testeten und verbesserten ihre Lösungen.

So erlebten sie, dass technische Arbeit neben Fachwissen auch Kreativität, Kommunikation, Ausdauer und Teamarbeit erfordert. Anschließend zeigte Carolin Jansen anhand von Videos und Bauteilmustern, wie aus Ideen in ihrem Berufsalltag reale technische Lösungen entstehen.

„Aus meiner Sicht war diese Mischung wirkungsvoller als ein reiner Frontalvortrag“, sagt sie.

„Motivation ist wichtiger als Talent“

Während der Arbeitsphasen beobachtete Jansen, wie aus anfänglicher Zurückhaltung zunehmend Begeisterung wurde. Die Jugendlichen diskutierten, präsentierten ihre Ideen und entwickelten ihre Freizeitparks gemeinsam weiter.

Besonders zwei Aussagen aus der abschließenden Reflexion blieben ihr im Gedächtnis: „Ich habe mir gemerkt, dass Technik bedeutet, nicht aufzugeben und immer weiterzumachen, auch wenn etwas nicht sofort funktioniert.“ Ein anderer Schüler fasste seine Erkenntnis noch kürzer zusammen: „Motivation ist wichtiger als Talent.“

Auch die betreuende Lehrerin zog ein positives Fazit. Die Schüler*innen hätten Einblicke in MINT-Berufe sowie in berufstypische Denkweisen und Strategien gewonnen, die andere Formate der Berufsorientierung bislang nicht vermitteln konnten. Dass Kreativität und Kommunikation in technischen Berufen eine wichtige Rolle spielen, sei vielen zuvor nicht bewusst gewesen. Gerade bei einigen Schülerinnen habe dies neue Denkanstöße ausgelöst.

Women4MINT macht Vorbilder sichtbar

Genau hier setzt Women4MINT an: Das Angebot der Wissensfabrik bringt Frauen aus Informatik, Naturwissenschaften und Technik direkt in die Schulen. Als Role Models geben sie authentische Einblicke in ihren Berufsalltag und ihre persönlichen Bildungs- und Berufswege. Damit machen sie die Vielfalt von MINT-Berufen sichtbar und eröffnen neue Perspektiven – insbesondere für Mädchen.

Für Carolin Jansen, die sich auch im VDI-Netzwerk „Frauen im Ingenieurberuf“ engagiert, ist diese Sichtbarkeit besonders wichtig: „Ich weiß, wie entscheidend es ist, auf dem eigenen Weg Menschen zu sehen, die zeigen, dass vieles möglich ist – gerade für junge Frauen im technischen Umfeld.“

Women4MINT verbindet damit persönliche Begegnungen mit praxisnaher Berufsorientierung: Schüler*innen lernen technische Berufsbilder kennen, können Fragen stellen und erleben, dass es viele unterschiedliche Wege in MINT gibt.

Women4MINT an die eigene Schule holen

Schulen können einen Role-Model-Besuch flexibel in den Unterricht oder die Berufsorientierung integrieren. Für Einzel- und Doppelstunden sowie Berufsorientierungstage stehen Unterrichtskonzepte zur Verfügung, die individuell angepasst werden können.

Auch MINT-Fachkräfte können sich als Role Model engagieren. Unternehmen können ihre Mitarbeiter*innen dabei unterstützen, ihre Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. So entstehen neue Perspektiven für Schüler*innen – und ein konkreter Beitrag zu MINT-Bildung, Chancengerechtigkeit und der Fachkräftesicherung von morgen.

Alle Infos rund um Women4MINT gibt es hier

 

Schüler*innen gestalten im Rahmen eines Women4MINT-Workshops gemeinsam einen „Freizeitpark der Zukunft“ aus LEGO. Auf einem großen Tisch sind zahlreiche selbst gebaute Modelle, Fahrzeuge und Attraktionen entlang eingezeichneter Wege zu sehen. Schüler*innen gestalten im Rahmen eines Women4MINT-Workshops gemeinsam einen „Freizeitpark der Zukunft“ aus LEGO. Auf einem großen Tisch sind zahlreiche selbst gebaute Modelle, Fahrzeuge und Attraktionen entlang eingezeichneter Wege zu sehen. Schüler*innen gestalten im Rahmen eines Women4MINT-Workshops gemeinsam einen „Freizeitpark der Zukunft“ aus LEGO. Auf einem großen Tisch sind zahlreiche selbst gebaute Modelle, Fahrzeuge und Attraktionen entlang eingezeichneter Wege zu sehen.