KIEWIS

Kinder entdecken Wirtschaft

Das Klassenzimmer gegen eine Fabrikhalle eintauschen? KIEWIS macht’s möglich! In diesem Projekt ermöglicht die Wissensfabrik Schülern, kurzzeitig in eine echte Firma hinein zu schnuppern. Die Kinder entwickeln und fertigen ein eigenes Produkt und bekommen dabei unmittelbare Einblicke in die Abläufe eines Betriebs. Nebenbei lernen sie, worauf es im Wirtschaftsleben ankommt.

Was ist KIEWIS?

  • Ein Projekt, bei dem die Kinder ein eigenes Produkt entwickeln, welches unter realen Bedingungen produziert wird.
  • Die Kinder können aus nächster Nähe die einzelnen Schritte nachvollziehen und betriebliche Abläufe erleben.
  • Die Arbeitswelt wird Teil der Erlebniswelt der Kinder.
  • Die Produktherstellung wird dokumentiert und die Ergebnisse präsentiert.
  • Geeignet für die Klassenstufen 3 – 7

Was sind die Ziele?

  • Zusammenhang zwischen schulischer Ausbildung und späterem Beruf erkennen
  • Technische Verfahren und betriebliche Abläufe am praktischen Beispiel kennenlernen
  • Kindliche Lebenswelt um eigene Kenntnisse von Betrieben erweitern
  • Kreativität, Sozialkompetenz und Teamarbeit fördern
  • Reflexionsvermögen und sprachliches Ausdrucksvermögen stärken

Projektablauf

Die Wissensfabrik bringt Grundschule und Unternehmen zusammen, um das Projekt KIEWIS bildungspartnerschaftlich umzusetzen.

Lesen Sie hier mehr zu den einzelnen Projektschritten

 Interessierte Unternehmen sollten zunächst prüfen, ob in ihrem Betrieb die Voraussetzungen für „KIEWIS“ erfüllt sind: Gibt es Unternehmensabläufe, die Kinder gut nachvollziehen können? Welche sind das? Bei diesen Überlegungen hilft die Wissensfabrik gern.

► Nachdem die Wissensfabrik Grundschule und Unternehmen zusammengebracht hat, beschließen diese die Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung.

► Die Lehrkraft und der Unternehmensvertreter legen die Rahmenbedingungen (Laufzeit, Zuständigkeiten, verantwortliche Personen etc.) fest und erstellen gemeinsam ein Konzept über die Umsetzung des Projekts.

► Der Unternehmensvertreter lädt die verantwortlichen Lehrkräfte in ihren Betrieb ein und zeigt ihnen die Abläufe, die für das Projekt wichtig sind. Die Lehrkräfte informieren danach die Eltern bei einem Elternabend über das Projekt.

5 ► Der Unternehmensvertreter besucht die Kinder in der Schule und stellt sich und den Betrieb dort vor.

► Die Lehrkraft und der Unternehmensvertreter erarbeiten gemeinsam verschiedene Unterrichtseinheiten. Damit werden die inhaltlichen und konzeptionellen Grundlagen für die Umsetzung des Projektes gelegt. Teil dieser Arbeit ist es, komplexe betriebliche Abläufe kindgerecht zu erklären und aufzubereiten.

 Nun dürfen die Kinder ran: Sie entwickeln Ideen, wie ihr künftiges Produkt aussehen soll. Ein Entwurf wird ausgewählt. Dieser wird später im Unternehmen unter realen Bedingungen produziert. Zuvor fertigen die Kinder noch Prototypen und Projektskizzen ihres Produktes an und prüfen unter Begleitung, ob und wie eine Herstellung möglich ist.

► Das Unternehmen stellt das Produkt her. Dabei wird der Produktionsprozess in Stationen eingeteilt und die Klassen in kleine Gruppen, damit alle Schüler jeden Produktionsschritt verfolgen können. Optional können die Kinder auch noch eine Marketing-Strategie für ihr Produkt entwerfen und dessen Verkauf organisieren.

► Alle Beteiligten können bei einer abschließenden Veranstaltung im Unternehmen ihre Erfahrungen austauschen. Das Unternehmen dokumentiert das Projekt und stellt die Ergebnisse zur Verfügung. Auch die Kinder dokumentieren die einzelnen Projektschritte und präsentieren das Ergebnis.

Lesen Sie mehr zur Umsetzung in unseren Good-Practice-Beispielen.

Good Practice

Hier erfahren Sie mehr über die erfolgreiche Umsetzung von KIEWIS. Schicken Sie uns auch Ihre Erfolgsgeschichten und fördern Sie so den Good-Practice-Austausch zwischen den Mitgliedsunternehmen!

KIEWIS bei Gehring in Ostfildern: Die Firma Gehring führt das Projekt KIEWIS seit dem Jahr 2008 in vier Projektphasen durch, um Kindern im Grundschulalter wirtschaftliche Strukturen spielerisch näherzubringen.

FAQ

Interessierte Unternehmen sollten zunächst prüfen, ob in ihrem Betrieb die Voraussetzungen für „KIEWIS“ erfüllt sind: Gibt es Unternehmensabläufe, die Kinder gut nachvollziehen können? Welche sind das? Die Abläufe sollten kindgerecht erklärt werden können.

Prinzipiell sind der Kreativität der Kinder und des Unternehmens hier keine Grenzen gesetzt. Welches Produkt letztendlich gefertigt wird, hängt unter anderem von den Gegebenheiten des Unternehmens ab. Das Produkt sollte außerdem nicht zu komplex sein.

Der Zeitaufwand für den Unternehmensvertreter kann je nach Projektphase unterschiedlich sein. Für die komplette Abwicklung des Projektes sollten ca. 5 – 10 Arbeitstage eingeplant werden.

Die Lehrkraft steuert das Projekt seitens der Schule. Sie erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Unternehmensvertreter ein Konzept und stellt dieses den Etern der Schüler vor. Außerdem entwickelt sie zusammen mit dem Unternehmensvertreter die Unterrichtseinheiten zur Vorbereitung auf die eigentliche Umsetzung des Projektes.

Der Unternehmensvertreter plant und koordiniert das Projekt in Absprache mit den Lehrkräften (z.B. Terminplanung, Materialplanung, Kommunikation mit den Schulleitungen und Teilnehmern, Rückmeldungen). Er besucht die Klasse in der Schule, begleitet die Entwurfphase und unterstützt die Entwicklung von Prototypen. Zudem koordiniert und dokumentiert er die Produktherstellung im Betrieb. Bei einer Abschlussveranstaltung haben alle Beteiligten die Möglichkeit, die während des Projektes gesammelten Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen.

Prinzipiell sind keine spezifischen Vorkenntnisse notwenig. Bei Lehrkräften ist ein allgemeines Wirtschaftsvorwissen ausreichend. Die Umsetzung in einem wirtschaftsnahen Unterrichtsfach ist keine Voraussetzung. Bei den Schülern sind keine Wirtschaftsvorkenntnisse erforderlich, da die Vermittlung von Grundkenntnissen im Projekt erfolgt.

Kooperationspartner

Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in Ulm
Universität Duisburg/Essen, Lehrstuhl für Wirtschaftsdidaktik

Kontakt

Bildung
Dr. Axel Jentzsch
+49 621 60-20798
axel.jentzsch@wissensfabrik.de