Im Gespräch mit Inga Dransfeld-Haase und Holger Gottesmann vom TÜV Nord

04.05.2026

Wir sprechen mit Inga Dransfeld-Haase, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der TÜV NORD GROUP und neu im Lenkungskreis der Wissensfabrik, sowie mit Holger Gottesmann, Leiter der Konzernausbildung und HR-Referent der TÜV Nord Group.

Inga Dransfeld-Haase, Personalvorständin & Arbeitsdirektorin der TÜV Nord Group und Mitglied im Lenkungskreis der Wissensfabrik
Inga Dransfeld-Haase
Holger Gottesmann, Leiter der Konzernausbildung und HR-Referent der TÜV Nord Group
Holger Gottesmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau Dransfeld-Haase, TÜV Nord ist seit 17 Jahren Mitglied der Wissensfabrik. Was überzeugt Sie persönlich von dem Engagement und der Wissensfabrik als Initiative?

Bildung ist unsere wichtigste Ressource. Wenn wir unseren Wohlstand und ein friedliches Miteinander auch in Zukunft sichern wollen, müssen wir vor allem die junge Generation frühzeitig an Zukunftsthemen heranführen und ihr eine starke Ausbildung ermöglichen. Die Wissensfabrik hat das schon früh erkannt und leistet hier hervorragende Arbeit. Besonders überzeugend finde ich, dass sie unterschiedliche gesellschaftliche Akteure vernetzt und Unternehmen aktiv einbindet – das schafft einen echten Mehrwert gegenüber vielen anderen Initiativen.

Herr Gottesmann, Sie sind Ausbildungsleiter und koordinieren das CSR-Engagement. Wie würden Sie die Zusammenarbeit mit der Wissensfabrik in drei Sätzen beschreiben?

Die Wissensfabrik ist für mich ein verlässlicher Partner, der die Bedürfnisse und Möglichkeiten von Unternehmen sehr gut kennt. Die Zusammenarbeit ist stets professionell und geprägt von guter Kommunikation. Zudem ist die Wissensfabrik ein kompetenter Sparringspartner, wenn es um eigene Ideen und neue Projekte geht.

Frau Dransfeld-Haase, warum passt die Wissensfabrik zu TÜV Nord – was verbindet Sie inhaltlich?

Die Wissensfabrik leistet wichtige Arbeit im Bereich der MINT-Bildung für Schülerinnen und Schüler. Als Technologiekonzern wissen wir, wie entscheidend dieses Thema für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland ist. Für TÜV NORD sind MINT-Fachkräfte einer der zentralen Erfolgsfaktoren. Ohne engagierte und neugierige Ingenieurinnen und Ingenieure gäbe es den TÜV in seiner heutigen Form nicht. Und jede dieser Karrieren hat einmal mit Neugier und Begeisterung im Kindesalter begonnen. Die Wissensfabrik trägt genau dazu bei – sie weckt bei jungen Menschen Interesse für Technik und Wissenschaft und ermutigt sie gleichzeitig, diesen Weg auch beruflich einzuschlagen.

Wie fügt sich das Programm in die Gesamtstrategie für Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement von TÜV Nord ein?

TÜV NORD verfolgt eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung miteinander vereint. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unserem sozialen Engagement. Was heißt das? Wir unterstützen Initiativen, die die Lebensqualität in unserer Gesellschaft nachhaltig stärken. Wenn sich dieses Engagement mit dem Thema MINT verbinden lässt, ist das für uns ein doppelter Gewinn. Es unterstreicht nicht nur unsere Werte, sondern passt auch authentisch zu TÜV NORD und wird nach außen als glaubwürdig wahrgenommen.

Herr Gottesmann, welche Ziele verfolgt TÜV Nord mit der Förderung von MINT-Bildung und Technikkompetenz?

Uns geht es in erster Linie um gesellschaftliches Engagement in unserem direkten Umfeld. Deshalb unterstützen wir vor allem Vereine und Einrichtungen in der Nähe unserer Standorte – so entsteht echter Austausch und gelebte Nachbarschaft. Gleichzeitig können sich unsere Mitarbeitenden aktiv einbringen und ihre Expertise einfließen lassen. Das Engagement für MINT-Bildung und Technikkompetenz passt dabei hervorragend zu TÜV NORD – wir haben die richtigen Menschen und das entsprechende Know-how. Und wenn unsere Ingenieurinnen und Ingenieure sich in solchen Projekten wiederfinden, spürt man direkt deren Begeisterung und die Motivation.

Welche Resonanz bekommen Sie von Kolleg*innen, Lehrkräften und Schüler*innen, wenn Sie ein Wissensfabrik-Projekt durchführen, beispielsweise bei Schulbesuchen?

Wir achten gezielt darauf, Projekte in der Nähe unserer Standorte auszuwählen. So entstehen mehr Möglichkeiten für gegenseitige Besuche und eine aktivere Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen. Die bisherigen Begegnungen waren immer sehr bereichernd – für beide Seiten. So hat beispielsweise eine Kollegin von der TÜV IT das Projekt IT2School an einer Schule begleitet. Außerdem konnten wir im Rahmen des Projekts City4Future eine Schulklasse auf unserem Stand auf der Hannover Messe begrüßen und den Schülerinnen und Schülern eine spannende Exkursion mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten bieten.

Frau Dransfeld-Haase, welche Erfolge sehen Sie bereits?

Unsere Mitarbeitenden schätzen es sehr und sind stolz, wenn ihr Arbeitgeber gesellschaftliches Engagement zeigt und aktiv fördert. Solches soziale Handeln zahlt wesentlich auf eine starke und glaubwürdige Unternehmensmarke ein. Und wer weiß, vielleicht arbeiten in ein paar Jahren Kolleginnen und Kollegen bei uns, die schon in der Schule durch ein Projekt der Wissensfabrik auf den TÜV NORD aufmerksam geworden sind.

Welchen Rat geben Sie anderen Unternehmen, die ihr CSR-Engagement ähnlich gestalten möchten?

Engagement sollte immer zum Unternehmen passen und authentisch sein. Für den TÜV NORD ist der MINT-Bereich dafür ideal, denn er spricht nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz unserer Mitarbeitenden an. Sie wissen, wie wichtig gute Bildung ist, und können sich mit den Zielen der Wissensfabrik hervorragend identifizieren. Dadurch kann eine hohe Motivation und eine spürbare Authentizität entstehen. Und wenn man alleine nicht weiterkommt, dann sucht man sich einen so guten Partner wie die Wissensfabrik.

Und was macht Sie persönlich stolz, wenn Sie an das Engagement denken?

Ich bin stolz darauf, dass sich TÜV NORD schon so lange in diesem Bereich engagiert und eine starke Partnerschaft mit der Wissensfabrik pflegt. Besonders schön finde ich, dass die Aktivitäten vor allem von unseren Auszubildenden und Mitarbeitenden an den Standorten gestaltet werden – das macht das Engagement lebendig und authentisch. Ich freue mich sehr, künftig im Lenkungskreis die Wissensfabrik in beratender Funktion und in der Kommunikation unterstützen zu dürfen.

Herr Gottesmann, welcher Moment hat Ihnen zuletzt gezeigt: Das ist genau der richtige Weg?

Ich durfte inzwischen an mehreren Veranstaltungen der Wissensfabrik teilnehmen und dort Schülerinnen und Schüler hautnah in Aktion erleben. Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Kreativität, Begeisterung und Ausdauer sie an ihren Projekten gearbeitet haben. Ebenso bemerkenswert war das Selbstbewusstsein, mit dem die Teilnehmenden ihre Ergebnisse anschließend auf der Bühne präsentiert haben. Diese Erlebnisse machen zuversichtlich für die kommenden Generationen – und zeigen, wie unbegründet viele der gängigen Vorurteile gegenüber jungen Menschen sind.