"Mein Herz ist vor Stolz fast explodiert" - ein starkes Plädoyer fürs Gründen - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

“Mein Herz ist vor Stolz fast explodiert” – ein starkes Plädoyer fürs Gründen

Sie würden es eher Berufung statt Beruf nennen: Die Begeisterung von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (CEO Trumpf) und Katharina Kreitz (CEO Vectoflow) ist beinahe greifbar, als die beiden Unternehmerinnen über ihre Firmen und vor allem ihre Funktion als Unternehmenslenkerin sprechen. Beim zweiten Interview unserer Eventreihe “Innovation braucht mutige Gründer*innen” haben unsere zwei Gäste nicht nur eine Lanze fürs Gründen gebrochen, sie haben auch sehr ehrlich und offen darüber gesprochen, was es braucht, eine erfolgreiche Gründerin zu sein. So viel vorweg: jede Menge Mut und das Verzeihen von Fehlern.

Das Interview in voller Länge gibt es hier.

Scheitern gehört dazu

Ein Unternehmen zu leiten – ob Großkonzern oder Start-up – bringt eine Menge Verantwortung mit sich. Dass das Unternehmer*innendasein nicht nur rosige Seiten hat, wissen die beiden Frauen nur zu gut: „Fleiß, Arbeit und Disziplin bis zum Umfallen“, meint Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, brauche es, um erfolgreich zu sein. Trotz aller Arbeit und Mühe sei es aber vollkommen normal, beim Gründen auch mal zu versagen. „Die Angst vor dem Scheitern hemmt so viele Leute“, beklagt Katharina Kreitz und Dr. Nicola Leibinger-Kammüller stimmt zu: „Es ist wichtig, gnädig mit sich zu sein und Fehler zu verzeihen. Wir müssen es gedanklich zulassen, dass wir mit einer Gründung auch scheitern.“ Diese Angst vor dem Scheitern begleite viele Menschen schon lange vor dem Berufseinstieg. Doch auch für Studierende hat Dr. Nicola Leibinger-Kammüller einen Rat und plädiert für den Mut, etwas Neues zu wagen: “Wenn man nach ein bis zwei Semestern merkt, mir gefällt das Fach nicht, bitte wechseln! Und nicht denken, dass dadurch die Welt untergeht. Es gibt so viele Möglichkeiten im Leben!”

Mut wird belohnt!

Doch warum lohnt es sich, trotz aller Risiken und Herausforderungen, selbst zu gründen? Auch zu dieser Frage sind sich die beiden einig: Bewirken könne man auch als Teammitglied viel – große und wichtige Entscheidungen für die Firma zu treffen, gehe jedoch nur von der Spitze aus. “Das macht schon sehr viel Spaß”, meint Dr. Nicola Leibinger-Kammüller überzeugt. „Man ist kein kleines Rädchen in einer riesigen Maschinerie, man ist selbst die riesige Maschinerie und kann bestimmen, in welche Richtung es geht!“ ergänzt Katharina Kreitz. „Als ich das erste Mal unser Produkt in der Formel 1 gesehen habe, ist mein Herz vor Stolz fast explodiert!”

Genau dieser Stolz und die Freude über das eigene Tun ist den beiden Unternehmerinnen anzusehen. Und eines wird während des Gesprächs sehr deutlich: Scheitern gehört zum Leben dazu und, so klischeehaft es klingen mag, aus Fehlern lernt man. “Seien wir ehrlich, Leben ist lebensgefährlich”, zitiert Dr. Nicola Leibinger-Kammüller bei dieser Gelgenheit Erich Kästner mit einem Schmunzeln.

 

Hinweis: Deutschlands führender Gründer*innenwettbewerb WECONOMY ist am 1. Mai gestartet! Die aktuelle Bewerbungsphase läuft noch bis zum 5. Juli. Hier können sich innovative, technologieorientierte Start-ups mit mindestens eine Frau im Gründungsteam (Female Focus 2021) bewerben.

Wir freuen uns, wenn ihr unseren Aufruf auf LinkedIn zur WECONOMY-Bewerbung mit (potenziellen) Gründer*innen aus eurem Netzwerk teilt!

Mehr zum Thema:

Katharina Kreitz, Anja Heinzelmann und Dr. Nicola Leibinger-Kammüller (von links)

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