Ingmar Hoerr: „Netzwerk ist das Wichtigste“ - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

Ingmar Hoerr: „Netzwerk ist das Wichtigste“

„Ich war kein Gründer. Ich war quasi zum Gründen gezwungen, weil ich gesehen habe, dass die Technologie sonst liegen bleibt. Dann musste ich es halt selber machen“, erzählte Dr. Ingmar Hoerr im Live-Interview, das den Start der virtuellen Eventreihe „Innovation braucht mutige Gründer*innen“ markierte. Die mehrteilige Interviewserie zum 15. Jubiläum des Gründer*innenwettbewerbs WECONOMY möchte alle Interessierten fürs Gründen begeistern und Mut machen, den Schritt hin zum eigenen Unternehmen zu wagen. Mit vielen persönlichen Einblicken und wertvollen Business-Tipps begeisterte Hoerr, Gründer des biopharmazeutisches Unternehmen CureVac und WECONOMY-Gewinner der ersten Stunde, die Zuschauer*innen. Das Gespräch mit anschließender Q&A Session wurde von Dr. Steffi Blumentritt, Leiterin des Bereichs Unternehmertum der Wissensfabrik, geführt. Wer das Interview verpasst hat, kann es hier nachträglich anschauen.

Tipps und Erfahrungen zum Gründen aus erster Hand

Nach rund 30 Minuten Interview bekamen die Zuschauer*innen die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Neben strategischen Fragen vieler Gründer*innen war für die Zuschauer*innen auch das persönliche Vorgehen Hoerrs bei der Gründung von CureVac interessant.

Hoerr betonte, wie wichtig ein gutes Netzwerk sei. Von Anfang an Leute nach ihrer Erfahrung zu fragen, die selbst gegründet haben, sei Gold wert. Auch wenn das fehlende Kapital bei vielen Start-ups von Beginn an eine große Hürde darstelle: „Das Netzwerk ist das absolut Wichtigste. Am Anfang sollte man in alle Richtungen schauen und dabei vor allem Ratschläge einholen und Kontakte aktivieren.“ Auch die Zusammenstellung des Teams sei essenziell. Besonders schwierig sei es, durch das „Tal des Todes“ zu kommen – so bezeichnete Hoerr die kräftezehrende Zeit, bis die ersten Investoren gefunden sind. Gründer*innen aus der Wissenschaft empfiehlt er deshalb, so lange wie möglich an der Universität zu bleiben, um so Kosten, für beispielsweise Laborräume und Equipment, zu sparen.

Besonders wichtig sei es, auf dem Weg von der Idee über die Gründung bis hin zum etablierten Unternehmen das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Bis zum Erreichen dieses Ziels seien Rückschläge ganz normal: „Fehler sind wichtig, aus Fehlern muss man lernen!“ Der Unternehmer ist sich jedoch sicher: „Jede Krise birgt auch Chancen und an diese Chancen müssen wir glauben.“ Der Glaube an die eigene Idee und Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld – sowohl beruflich als auch privat – führten letztlich zum Erfolg.

Das nächste Interview der Reihe „Innovation braucht mutige Gründer*innen” findet am 3. Mai statt. Dann werden Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, CEO von Trumpf, und Katharina Kreitz, CEO von Vectoflow, miteinander diskutieren. Alle Infos dazu gibt es hier auf unserer Website sowie unseren Social Media Kanälen.

Ein großer Dank geht an Dr. Ingmar Hoerr, der vielen Gründer*innen, Gründungsinteressierten und uns mit seiner eigenen Geschichte hilfreiche Tipps geben konnte.

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