Nach Ostern hoffentlich KiTec für alle - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

Nach Ostern hoffentlich KiTec für alle

Die Grundschule Harztorwall Wolfenbüttel in Niedersachsen und die Firma Robert Bosch GmbH, Salzgitter, sind seit Ende 2020 Kooperationspartner im Verbund der Wissensfabrik. Das von der Wissensfabrik für den Kita- und Grundschulbereich entwickelte KiTec-Projekt will den Wissensdurst und den Forscherdrang von Grundschulkindern ganzheitlich unterstützen. Das sind Ziele, die auch im Leitbild der Grundschule Harztorwall verankert sind. Die Firma Robert Bosch, die auch bereits mit anderen Schulen der Region zusammenarbeitet, hat dafür fünf KiTec-Sets kostenlos zur Verfügung gestellt.

Erst lernen die Großen, dann die Kleinen

Bei einer mehrteiligen Fortbildung wurden zunächst zwei Lehrkräfte in die Philosophie und die Einsatzmöglichkeiten der Kisten eingeführt. Sie probten den fachlich richtigen Umgang mit Werkzeugen und Materialien in der Umsetzung an praktischen Kleinprojekten. Das Online-Format war ein Novum in der Geschichte der KiTec-Fortbildungen und erwies sich nach anfänglicher Skepsis als durchaus gelungen und gewinnbringend, da auch die Praxis nicht zu kurz kam und individuelle Hilfestellung per Videokonferenz gewährleistet war.

Am Anfang der Werkzeugführerschein

Ab Februar sollte das Projekt dann in der Schule starten. Corona bedingt musste der Start allerdings verschoben werden. Um die tollen Kisten dennoch nicht ungenutzt zu lassen, wurde kurzerhand umgeplant. Die Idee eines „KiTec-Warm-Up-Programms“ für die Kinder in der Notbetreuung war geboren. Kinder aus dem 3. und 4. Schuljahr kommen nun in den Genuss, das Material in Kleingruppen mit maximal fünf Kindern getrennt nach Jahrgängen erproben zu dürfen. Sie begannen mit den Sicherheitsregeln und dem Werkzeugführerschein. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler alle Werkzeuge beim Herstellen einer Stabpuppe durch Sägen, Anreißen, Bohren, Schrauben, Kleben, Nageln und Feilen kennen und können sie ausprobieren.

Motivierte Kinder

Die Erfahrungen sind durchweg positiv. „Wir haben die Kinder selten so motiviert gesehen wie bei diesem Projekt”, berichteten die betreuenden Lehrerinnen. Hierüber freut sich auch Schulleiterin Birgit Oppermann: “Mit KiTec erreichen wir alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Bildungsniveau. Mit derartigen Aktivitäten werden unsere Kinder schon frühzeitig an technische Fragestellungen herangeführt.”

Der Initiator der Kooperation, Burkhard Dube, tauscht sich regelmäßig mit Harald Kiesel (Ausbildungsleiter bei Bosch in Salzgitter) aus, der sich sehr über die Zusammenarbeit mit der Grundschule Harztorwall freut und sie auch weiter aktiv begleiten will. Schon nach wenigen Wochen sieht man, wie durch die spielerische Herangehensweise und das praktisches Tun auch das technische Verstehen wächst.

Win-win-Situation für alle Beteiligten

Für alle ist das KiTec-Warm-up-Programm eine Win-win-Situation. Die Kinder in der Notbetreuung freuen sich über eine willkommene Abwechslung im Corona-Alltag und die Projektverantwortlichen sammeln erste Erfahrungen mit den Materialien und Werkzeugen. Dies fließt in die weitere Planung ein. Ende März endet die Erprobungsphase. Nach den Osterferien soll es dann richtig mit KiTec losgehen – wenn es das Infektionsgeschehen zulässt.

Fortbildungen im Online-Format gibt es außer für KiTec auch für IT2School und NaWi – geht das? Die Termine stehen auf unserer Veranstaltungsseite.

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