Ein Wiedersehen mit gemeinsamem Arbeiten - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

Ein Wiedersehen mit gemeinsamem Arbeiten

Wiedersehensfreude zu Jahresbeginn: zum Austausch und gemeinsamen Arbeiten trafen sich die Mitmacher*innen aus dem Kreise der Mitglieder beim Gemeinsamen Arbeitskreis; in diesem Jahr erstmals digital und mit mehr als 60 Teilnehmer*innen in einer großen Videokonferenz. In einer Mischung aus Rückblick in das vergangene und Ausblick in das aktuelle Jahr wurde schnell klar: in allen drei Arbeitsbereichen der Wissensfabrik – Bildung, Unternehmertum und Öffentlichkeitsarbeit – hat sich seit dem letzten Treffen einiges getan.

Innovation im Zeitraffer

Covid-19 hat hier gewissermaßen im ,fast forward’ viel Innovation ermöglicht. Veranstaltungen und Fortbildungen zeigten auch als Online-Version Wirkung. Als die Pandemie die Schwächen des deutschen Bildungssystems offenlegte, hat die Wissensfabrik schnell reagiert. Zwei Beispiele: Online-Tutorials für Schüler*innen und Lehrkräfte und die Unterstützung der MINT-Allianz “Wir bleiben schlau” unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Auch für das Start-up-Ökosystem wirkte die Krise als Brennglas. Gerade in dieser Situation zeigte sich die Stärke der Wissenfabrik-Formate für Gründer*innen. Diese brauchen mehr als eine ordentliche Erstrunden-Finanzierung, nämlich Beratung und Unterstützung bei ihren individuellen Herausforderungen. Das Mentor*innen-Netzwerk der Wissensfabrik zeigte sich stark und engagiert. Die Anzahl der Speedmentorings wurden nahezu verdoppelt, der Branchenmix war vielfältig. “Wir haben alles gegeben, um die Gründer*innen durch diese tiefe Krise zu bringen”, sagte Vorstandsvorsitzende Lilian Knobel.

Impuls aus der Praxis

Ein Wunsch vereint alle in der Wissensfabrik: die Welt besser und nachhaltiger zu gestalten. Dass Nachhaltigkeit nicht nur mit Umweltschutz zu tun hat, zeigte Christian Ziegler, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement des Gründungsmitglieds fischerwerke in einem Impulsvortrag zum fischer Nachhaltigkeitskompass. “Grüne Themen und schwarze Zahlen sind kein Widerspruch”, berichtete er von der Überzeugung, die von allen im Unternehmen mitgetragen werde. Der entscheidende Erfolgsfaktor sei, dass vor allem Inhaber und Management ein klares Bekenntnis abgegeben und die Herausforderung angenommen haben, auch bei sich ständig ändernden Rahmenbedingungen am Ziel der Nachhaltigkeit festzuhalten. Nachhaltigkeit, so Ziegler, umfasse auch den Bereich gesellschaftliche Verantwortung. Dabei habe man sowohl Mitarbeiter als auch das regionale Umfeld im Blick. fischerwerke unterstützen gut ein Dutzend Grundschulen in der Region mit den Projekten KiTec und KIEWIS, sind mit der Erzählwerkstatt in Kitas präsent und ermöglichen weiterführenden Schulen die Teilnahme an IT2School, um Zukunftsthemen aktiv mitzugestalten.

Gemeinsam an Projekten arbeiten

Der Arbeitskreis bietet neben Information und Inspiration auch die Möglichkeit, gemeinsam an Ideen, Projekten und Fragestellungen der Wissensfabrik zu arbeiten. So gelingt es, Themen und Meinungen aus den Unternehmen, Stiftungen und Organisationen zu integrieren. In drei Breakout-Sessions gab es eine Stunde Zeit, sich intensiv mit aktuellen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Die „Strategie Unternehmertum 2025+” war eines der Fokusthemen, die Eingangsfrage “Wie setzen wir diese gemeinsam (und) wirkungsvoll um?“ löste ein “Feuerwerk an Ideen” aus, wie Steffi Blumentritt, Leiterin Unternehmertum begeistert zusammenfasste. So wurde diskutiert, wie das Netzwerk der Wissensfabrik noch besser genutzt werden kann, um Student2Start-up an weiteren Universitäten umzusetzen, die 15. Runde der Gründer*inneninitiative WECONOMY zu feiern und Mentor*innen und Start-ups noch unkomplizierter miteinander zu vernetzen.

Für die zweite Breakout-Session konnte die Wissensfabrik Stephanie Dachsberger von der Plattform „Lernende Systeme“ gewinnen, die in einem Vortrag Einblick in das Thema Künstliche Intelligenz (KI) und Ethik gab. In der anschließenden Diskussion wurde klar: neben den technischen Aspekten gibt es zahlreiche gesellschaftliche und ethische Komponenten, die berücksichtigt werden müssen.

Das Team Bildung hat dieses Thema bereits im Blick und arbeitet an einer Erweiterung von IT2School zum Thema KI. Außerdem wird Power4School überarbeitet und um die Aspekte Nachhaltigkeit und Klimaschutz ergänzt. KiTec wird derzeit ebenfalls erweitert und schlägt künftig mit einem digitalen Modul die Brücke zu IT2School. Alle drei Projekte sind auf die Zeit nach Schulschließung und Fernunterricht ausgerichtet. Sie werden nach und nach das Portfolio erweitern. Auch dazu gab es die Gelegenheit, miteinander zu fachsimpeln und sich auszutauschen. Erfolgreich, wie Axel Jentzsch, Leiter Bildung, es zum Ende der zweitgrößten Veranstaltung der Wissensfabrik nach dem jährlichen Forum mit Mitgliederversammlung zusammenfasste: “Man kann in unser Netzwerk jede Frage werfen – es kommt immer etwas Großartiges zurück!”

Mehr zum Thema:

Abeitskreis: Das Foto zeigt die Teilnehmer*innen des digitalen Arbeitskreises