Gelebtes Netzwerk beim Gemeinsamen Arbeitskreis - Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V.

Gelebtes Netzwerk beim Gemeinsamen Arbeitskreis

„Jede Stunde ist absolut sinnvoll investiert“ – das ist das Fazit von Bianca Rüter, die beim Wissensfabrik-Mitglied Harting den Harting Forscherpreis betreut. Beim Gemeinsamen Arbeitskreis der Wissensfabrik Ende Januar in Mannheim stellte sie das KiTec-Engagement der Technologiegruppe mit Sitz im ostwestfälischen Espelkamp vor. Das Interesse des Unternehmens ist hoch, die Mädchen und Jungen in den sechs Grundschulen der Stadt für Technik zu begeistern. Dazu gehöre auch, das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer wertzuschätzen und diese in ihrem Bemühen in den Klassenzimmern zu unterstützen. „Es ist Wahnsinn, was die Kinder bauen, und auf welche Ideen sie kommen“, resümierte Rüter in ihrem Best-practice-Vortrag. Und da es den Harting Forscherpreis bereits im siebten Jahr gibt, würden nun bereits die ersten ehemaligen KiTec-Kinder, die sich für ein Praktikum oder eine Ausbildung interessieren, beim Unternehmen vorstellig.

Christiane Bauer von SAP gab den Mitmachern einen Einblick in ein aktuelles Wissensfabrik-Thema: die Ergänzung der klassischen Bildungspartnerschaften durch sogenannte Hubs, in denen sich mehrere Partner mit ihren jeweiligen Stärken zusammenschließen. Davon profitieren Schulen, die sich für die MINT-Bildung stark machen, für die es aber keinen geeigneten Bildungspartner gibt. Ein Beispiel ist der „Heidelberg-Hub“, in dem die Wissensfabrik mit SAP, der Hopp-Foundation, dem Bildungsbüro und der Stadt Heidelberg zusammenarbeiten wird, um IT2School an Grund- und weiterführende Schulen in Heidelberg zu bringen. Bauers Appell: „Als Gemeinschaft können wir unsere Wirkung vervielfachen!“. Die überzeugte Netzwerkerin kann sich viele Modelle und Möglichkeiten vorstellen, die am Ende alle darauf einzahlen, Kinder und Jugendliche für MINT-Themen zu begeistern. Der Erfolg zeige sich auch an der Freude, die alle Beteiligten dadurch erlebten.

Dass man im Gegensatz dazu auch dem Scheitern etwas Positives abgewinnen kann, zeigte Frederik Lessmann. Mit seinem Start-up Otego gehörte er zu den WECONOMY-Gewinnern 2017. Im Februar beginnt für ihn und seine Mitstreiter das Insolvenz-Verfahren. Lessmann schilderte eindringlich, wie es dazu kommen konnte, obwohl die Idee, aus Umgebungswärme Energie zu gewinnen und damit eine autarke Energieversorgung zu ermöglichen, doch so vielversprechend klang. Ein Learning: Scheitern ist in anderen Gesellschaften, beispielweise in den USA, akzeptiert. „Dort ist man als Unternehmer erst anerkannt, wenn die erste Pleite hinter einem liegt!“

Spannende Vorträge und viel Zeit zum Netzwerken – darum geht es beim Gemeinsamen Arbeitskreis der Wissensfabrik. Rund 50 Mitmacher aus ganz Deutschland trafen sich im Technologiezentrum Mafinex. Nachmittags bearbeiteten alle gemeinsam weitere Themen im bereits bekannten World-Café-Format – von der Idee einer „Komm, mach MI(N)T“-Kampagne, die Vorstellung der deutschen Start-up-Landschaft bis zur neuen MINT-App des Wissensfabrik-Mitglieds Zeiss.

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An den verschiedenen World-Café-Tischen erleben die Mitglieder der Wissensfabrik neue Projekte hautnah..

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